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13.02.2017, 10:33 Uhr | Bericht aus der Glocke vom 13.02.2017 Übersicht | Drucken
Integrationskonferenz
Klar entscheiden und handeln mit Konsequenz

Kreis Warendorf (gl). „Wir müssen die Dinge vernünftig regeln und anpacken. Es geht um klare Entscheidungen und konsequentes Handeln.“ Der Bundestagsabgeordnete Karl Schiewerling fand deutliche Worte während der Integrationskonferenz, zu der der CDU-Bezirksverband Münsterland Politiker und Entscheidungsträger aus der Region eingeladen hatte.

„Die Situation ist angespannt, aber viele Dinge laufen bereits gut. Ich bin froh, dass wir im Münsterland eine Anpack-Mentalität haben. Es geht jetzt aber auch darum, über Kreisgrenzen hinweg, Kooperationen zu stärken“, so Schiewerling, der als Sprecher der CDU-Münsterlandabgeordneten die Konferenz moderierte.




Auf Bundesebene sei in den vergangenen Monaten mit Blick auf die Integrationsarbeit, aber auch mit Blick auf die Entwicklungen der Flüchtlingszahlen einiges passiert. Das mache sich auch bei den Zahlen bemerkbar. Im vergangenen Jahr kamen 280 000 Flüchtlinge nach Deutschland. Die Zahl ist rückläufig.

Seit April letzten Jahres gibt es in Münster eine Außenstelle des Bundesamtes für Migration und Flüchtlinge. Bereits im vergangenen Jahr konnten die 200 Mitarbeiter alle Altanträge von Asylbewerbern abarbeiten. „Die Verfahren laufen nun deutlich schneller“, sagte Detlef Bröker, der Leiter der Behörde in Münster. „Wir müssen die Menschen aber nun zügig in passgenaue Sprach- und Integrationskurse bringen.“ Vor allem die Kooperation mit der Agentur für Arbeit sei hier ungemein wichtig. Seit einigen Wochen ist die Arbeitsagentur daher ebenfalls mit einer Außenstelle im Ankunftszentrum vertreten.

„Qualifizierung ist zentral, wenn wir die Menschen schnell aber auch langfristig in Arbeit bringen wollen“, sagte Joachim Fahnemann, der Leiter der Agentur für Arbeit Ahlen-Münster. „Es geht um Sprache, Fachwissen aber auch um kulturelle Spielregeln, die wir den Menschen vermitteln müssen.“ Der Landrat des Kreises Warendorf, Dr. Olaf Gericke, warnte allerdings davor, die Erwartungen zu hoch zu setzen. „Dieser Kulturbruch braucht nicht nur Zeit, sondern eine klare Sprache und klare Entscheidungen in der Flüchtlingspolitik.“ Hierzu gehöre es auch, Menschen ohne Bleibeperspektive konsequent abzuschieben und diejenigen mit guter Bleibeperspektive in das gesellschaftliche Leben zu holen. „Wir müssen hierzu bestehende Einrichtungen – beispielsweise von den Handwerkskammern und die Berufskollegs – noch stärker nutzen“, sagte Schiewerling. Sie seien wichtige Partner in Fragen der beruflichen Qualifizierung und Arbeitsmarktintegration. „Jetzt sind gute Kooperationen gefragt.“ In diesem Zusammenhang lobte Schiewerling auch die „großartige Arbeit“ der vielen Ehrenamtlichen.

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